Was ist der Homanismus?

„Ich liebe harmonische Objekte – Häuser, Gebäude, Formen und Farben, meine bildnerische Sprache ist verbunden mit Architektur, künstlerisch, gestalterischen Dimensionen und Konstruktionen.“

Horst Hoffmann

Diese Harmonie erscheint jedoch in den Bildern des Architekten Horst Hoffmann und der Coloristin Gretel Martin in kühnster Weise außer Kraft gesetzt. Sie führt zu Irritationen, zu einer „ver-rückten" Stabilität und einer Form, die es in dieser Dramatik wohl eher nicht gibt.

Die Bilder verweigern sich der statisch, gestalterischen Vernunft.

Sie sind eine Hommage an die Verneinung der Konstruktions- und Dimensionsstabilität in der Architektur. Der künstlerische Anspruch wird durch einen harmonisierenden Farbausgleich erreicht und gibt den Werken eine farbenfrohe, plastische Mehrdimensionalität. Es handelt sich um Zeichnungen in einem neuen phantastisch illustrativen Konstruktivismus mit symbolischen surrealistischen Elementen – eine Kunst - und Stilrichtung, die ihren Ausgangspunkt in der Westpfalz hat. Diese neue Stilrichtung des Malens, Zeichnens und architektonischen Entwerfens erspiegelt sich in einer Form- und Gestaltungsfindung zwischen dekonstruktiver Abstraktion und fiktiver Figuration. Sie umschreibt einen dekonstruktiven Gestaltungsansatz in der Architektur.

Eine überzeugend fließende Farbgestaltung ergänzt und erfüllt die traumatisierenden Themen und Vorstellungen des Architekten. In kongenialer Weise und verleiht den Objekten eine schier überdimensionale Wahrnehmung.

Erst hierdurch findet der Betrachter Zugang zu dieser rätselhaft mystisch verformten Architektur.

Harmonisch erkennbare Strukturen dieser dekonstruktiven Seelenwelt zeugen jedoch von einem kreativen Erfindungsempfinden und antworten so auf die transluzenten Vorstellungen des täglichen Lebens. Auf der Suche einer sinnlosen Vernunft tauchen diese „ver- rückten“ Metamorphosen erstmals in den Werken des Malers und Architekten Horst Hoffmann und der großartigen Coloristin Gretel Martin auf. Diese neue Stil- und Kunstrichtung verneint jegliche Realität.

Dieser „Homanismus“ hat seine Wurzeln in der Architektur, in einer harmonischen Ästhetik ohne Anspruch auf Vollkommenheit, wird aber auch begleitet von einer kindlichen Banalität . Er bewegt sich konträr zur gestalterischen Objektivität, potenziert so eher eine Sinnlosigkeit der dargestellten Objekte.

Es handelt sich um eine dekonstruktive entwürdigende Intelligenz von Gestaltung und Architektur.

Es sind Bilder aus einer metamorphosen Gegenwelt und verweigern sich so jeglicher architektonischer Vernunft.

In allen Projekten, Zeichnungen und Bildern wird jedoch bei dieser metamorphosen Störung des Gleichgewichts eine harmonisierende Konstruktions- und Farbgestaltung angestrebt.

Der Homanismus ist eine Stilrichtung in der Kunst des frühen 21. Jahrhunderts und taucht erstmals in dieser extrem gestalterischen Sinnhaftigkeit und dekonstruktiven Form in den Bildern der Westpfälzer Künstler Horst Hoffmann und Gretel Martin auf.